Dorferneuerung Erdbach
„Bewährtes Bewahren – Entwicklungschancen nutzen“
Hier können sich gerne noch die Erdbacher, die bei der Gestaltung des Dorfes mitreden wollen, öffentlich beteiligen.
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Protokoll der 2. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 3. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 4. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 5. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 6. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 7. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 8. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 9. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 10. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 11. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 12. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 13. Sitzung des Arbeitskreis
Protokoll der 14. Sitzung des Arbeitskreis
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Am 03. Juni war der Arbeitskreis in der Verbandsgemeinde Wallmerod um deren Förderrichtlinien "Leben im Dorf – Leben mittendrin" kennen zu lernen.
Wallmerod - ein Vorbild für die Dorferneuerung Erdbach?
Mehr als Verblüfft war die Delegation des Arbeitskreises
Dorferneuerung Erdbach am 3. Juni 08 über die Gemeinde Wallmerod
bei einer Besichtigung im „Nachbarländle“ Rheinland-
Pfalz. Wallmerod? Nie gehört! Irgendwo im dicksten Westerwald
sollte dieses Dorf eine Vorbildgemeinde sein? Nun ja, Anschauen konnte
man es ja mal...
Auch Wallmerod, erfuhr die Delegation bei einer Infoveranstaltung im
Rathaus, genoss jüngst die Vorzüge des
Dorferneuerungsprogramms. Es ist zwar im Gegensatz zu Erdbach eine
Großgemeinde mit 21 Ortsteilen, aber viele Anregungen zum Wohnen
im Ländlichen Raum sind nach dem Vorbild von Wallmerod für
das kleine Erdbach durchaus eine Möglichkeit, die
Lebensqualität nach der Dorferneuerung auch hier zu optimieren.
Das Prozedere zur DE lief in Wallmerod wohl ähnlich wie in Erdbach
ab: Arbeitskreise, Bürgerbefragungen, Bedarfsermittlung,
Kostenschätzungen und Bestandsaufnahme der örtlichen
Gegebenheiten in den einzelnen Ortsteilen. Dabei stellte sich heraus,
dass die meisten Ortskerne langsam verfielen und regelrecht verwaisten,
da die Nachkommen es vorzogen auf der grünen Wiese lieber neu zu
bauen, als in „Omas klein Häuschen“ mitten im Dorf zu
wohnen. Die Folge davon war, dass die Orientierung zum nächsten
Supermarkt, Restaurant oder der Disco in der Stadt tendierte, da ja
sowieso das Auto benutzt werden musste um zur Arbeit zu fahren. Also,
schloss zuerst die Dorfwirtschaft, dann der Bäcker, der Metzger
und schließlich der Tante Emma Laden. In den alten Häuser
wohnten jetzt nur noch ältere Mitbürger, die Bausubstanz
verfiel zunehmend und die Dorfjugend bevorzugte gleich die Grosstadt,
da war die Infrastruktur in ihren Augen wenigstens in Ordnung und man
konnte mal ein Eis essen- oder ins Kino gehen.
Das kam der Delegation aus Erdbach durchaus bekannt vor. Nach dem
Motto: „Stell dir vor, da ist ein Dorf und keiner lebt
drin“, wird es ohne Anreiz in Erdbach sicher zukünftig auch
so aussehen. Was kann man dagegen tun?
Wallmerod ging das Problem so an, indem die Kommune ein professionelles
Marketingunternehmen beauftragte, die Situation der örtlichen
Gegebenheiten zu untersuchen, zu analysieren und danach
Lösungsvorschläge zu unterbreiten. In der Gesamtgemeinde
Wallmerod wurden 800(!) zum Teil leerstehende Grundstücke und
Objekte ermittelt, die entweder marode Bausubstanz aufwiesen oder in
nächster Zeit dem Verfall und somit dem Verkauf preisgegeben
waren.
Das Ergebnis der Marketinganalyse kann sich mittlerweile sehen lassen.
Durch ein Förderprogramm der Kommune wurde zunächst ein
Anreiz geschaffen, leerstehende Gebäude und Grundstücke im
Dorfkern zu verkaufen und deren Ankauf zu bezuschussen. Eine
Dorfbörse wurde ins Leben gerufen, in die jeder Hausbesitzer sein
Objekt kostenlos einstellen- und ohne Maklerkosten zum Verkauf anbieten
konnte. Die Käufer des Hauses, meist junge Familien, bekamen dann
beim Kauf eines Dorfbörsenobjektes eine Bezuschussung aus dem
Fördertopf, egal ob nur gekauft und renoviert wurde oder das
bestehende Gebäude abgerissen und/oder neu gebaut wurde.
Seit dem Programmstart im Jahr 2004 wurden in Wallmerod 45 Anträge
zur Bezuschussung aus dem Fördertopf bewilligt, davon allein 35 an
„Junge Familien“, die jetzt wieder mitten im Dorf, anstatt
in neu ausgewiesenen Baugebieten wohnen. Banken und
Architekturbüros wurden „mit ins Boot“ genommen, um
die Sanierung und Modernisierung in den Ortskernen voranzutreiben und
somit die Ortskerne wieder attraktiv zu machen.
Wenn die alten Ortskerne wieder belebt werden, könnten sich auch
wieder Anreize für kleinere Handwerksbetriebe,
Dienstleistungsbüros und kleine Läden einstellen.
Die Mitglieder des Arbeitskreises der Dorferneuerung Erdbach traten in
gelöster Stimmung die Heimfahrt an. Alle waren sich einig:
„tolles Konzept, Superlösung auch für Erdbach!“
Diese Informationsveranstaltung der Gemeinde Wallmerod müssten
sich jetzt auch noch all unsere Gemeindevertreter aus Breitscheid
anschauen. Vielleicht würden sie dann darüber nachdenken ob
im Haushalt noch eine Stelle für eine professionelle Marktanalyse
und so einen Fördertopf geschaffen werden könnte.
Schließlich muss das ja auch alles finanziert werden.
Brigitte Sänger
Kontakt
Der Landrat des Lahn-Dill-Kreises
Abteilung für den ländlichen Raum
Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung
Georg-Friedrich-Händel-Straße 5
35578 Wetzlar
Tel. 06441/407-17 91
Fax. 06441/407-10 77
Hier sind die Ansprechpartner: Eva Susanne Götz, Michaela Ross, Müller-Mollenhauer, Gudrun
Dipl. - Ing. Architekt u. Städtebauarchitekt
Klaus Grabowski
Wendelinsweg 6
06173-640402
61476 Kronberg
Der Briefkasten ist kein Altpapier - Mülleimer.
Bitte nur Informationen für die Dorferneuerung einwerfen.
Viel Dank gilt Heinrich
Schüler, der sich selbstlos bereit erklärt hat diesen
Briefkasten zu entwerfen, bauen und aufzuhängen.
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Wenn du in den E-Mail Verteiler rund um das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werden möchtest, schreib mir bitte deine E-Mail Adresse an: info@erdbach.com
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